Oder warum wir weder Reifen noch Fütterung einsetzen

Wir sind sehr stolz über unsere Erwähnung im derStandard am Freitag 22. Mai. Ein Artikel über Corono Home Office Zeiten und wie die Zeit Frauen dazu brachte, ihren BH los zu werden. Es hat uns überrascht, wie viele Frauen nach wie vor unter unbequemen BHs leiden und versuchen, dem Bild anderer gerecht zu werden. Was erwarten wir eigentlich von einem BH? Ich habe mit einigen Frauen über die Frage gesprochen und interessante Antworten erhalten. Natürlich geht es zuerst mal um einen guten Halt in Abhängigkeit von Aktivitätslevel und Brustgröße. Aber was erstaunlich ist, dass ein BH im beruflichen Umfeld auch eine Art Schutzlayer ist, der verhindert, dass die individuelle Brustform und die Brustwarzen sichtbar sind. Und viele waren sich einig, dass sie bequeme Basics tragen, wenn nur sie selbst es sehen, aber zur feinen Unterwäsche greifen, wenn man sie sehen könnte, speziell bei einem Date.
Warum ist Schönheit nicht vorallem für einen selbst bestimmt und warum steht es scheinbar im Widerspruch zu Komfort?

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Ich erinnere mich an die Zeit, als BHs noch voluminöse Objekte waren. Ausgestattet mit dünner bis fetter Polsterung, drückenden Reifen und so groß wie der Busen, den man haben “sollte”. Ich erinnere mich daran, wie heiß sie im Sommer waren und an das Gefühl, dass ich sie immer zurecht ziehen musste, weil die Körbchen irgendwie nie so recht gepasst haben. Im Laufe des Zyklus’ werden Brüste größer oder kleiner. Entweder die Cups waren halb leer und öffneten oben einen Spalt oder der Busen quellte heraus. Und immer wieder kam ich zu dem Schluß, dass ich eine abnorme Passform haben muss, wenn kein BH richtig passt.

Und speziell erinnere ich mich daran, als mir eine Verkäuferin auf der Suche nach einem ungefütterten BH riet, dass bei meiner Größe doch unbedingt ein push-up zu empfehlen ist. Ich hatte die Größe 75AB.

Ich habe die Boutique damals, natürlich ohne etwas zu kaufen,verlassen und begann darüber nachzudenken wie ein BH idealerweise sein sollte. Wer definiert eigentlich zu klein – ok – zu groß? Warum sollen Frauen mehr irgendeinem Fremdbild entsprechen als ihrem eigenen? Und wer sagt eigentlich, dass kleine Busen nicht schön sind?

Also begann ich nachzuforschen und fand erstaunliche Fakten. Die durchschnittliche europäischen Frau trägt Körbchengröße B, in Frankreich und Italien sogar eher A, gegen Norden eher C. Aber die Größe, die von Frauen als Idealgröße gesehen wird, liegt bei C und aufwärst, also im Schnitt um 1 Größe größer. Und das bedeutet, dass ein Großteil der Frauen ihre Größe als nicht gut genug sieht.

Dennoch gab es ein Land, dass dem großen Push-up Trend kaumt gefolgt ist und über all die Jahre stets alle Größen, Formen und Brustwarzen gefeiert hat, und das ist die Nation der schönen Dessous – Frankreich. Französische Frauen gelten als besonders schön. Ich habe gehört, der Grund dafür liegt darin, dass sie jeden Tag schöne Unterwäsche tragen, weil sie das Gefühl einfach mögen. Weil sie es sich wert sind, Und das sieht man!

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Home Office Zeiten hat Frauen also wieder die Freiheit gegeben zu tragen, was sie wollen. Und wie es scheint, was das oft: nichts. Befreiend, bequem, einfach. Ich kann bestätigen, dass Tannk Tops sehr angenehm sind. Bei Jogginghosen bin ich nicht mehr so einverstanden und Pyjama den ganzen Tag ist gar nicht meine Sache. Weil für mich die Dinge des Alltags, die mir am nächsten sind, die persönlichen, intimen Schichten sehr wichtig sind – wie sich anfühlen, wie sie aussehen, für mich, ohne dass sie jemand sieht. Ich liebe versteckte Details, Innenfutter, Bettwäsche, Unterwäsche – das sind die Dinge, die meine gute Laune machen, meine stille Musik, meine Stimmung und mein Lächeln. All das kombiniert mit dem Komfort von nichts.

In Zeiten der Push-ups, als die Idee für thezoo entstand, war unser erstes Konzept für unsere BHs: leicht, einfacher Schnitt, bequem und fröhlich. Glücklicherweise fanden wir das perfekte Material in Frankreich, das guten Halt mit einem weichen Touch und hauchzartem Material vereinte. Wir dachten, das ist noch besser als nichts. Weil wir gerne aktiv sind, weil wir das Gefühl einer zweiten, unterstützenden Haut mögen. Und weil wir einen höchstpersönlichen Layer, der ganz speziell für uns ist, einfach lieben. Weil es gut tut und es diese innere Schönheit nach außen sichtbar macht!
Darum mussten wir alles loswerden, was stört, zwickt, einschränkt oder uns zu etwas macht, was nicht wir sind. Darum ist uns das Innere so wichtig!

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Und der nette Nebeneffekt, den wir erst später entdeckt haben: keine sperrigen BHs mehr im Koffer! Man muss sich nicht mehr für ein, zwei entscheiden – die paar Gramm mehr machen keinen Unterschied. Was uns zusätzlich überrascht: wir haben gehört, dass sich unser Bra ideal als Reise-BH und Bikini (!) eignet. Denn auch wenn er nicht zum Schwimmen gemacht ist, wird er immer wieder für spontane Schwimmausflüge verwendet, da er immer dabei ist und gerne hergezeigt wird.